Der Begleiter auf dem Weg zum Erwachsen werden
Wer kennt sie nicht - die Jugendmagazine wie Bravo, Yaetz, Popcorn und Co.! Seit Jahrzehnten begleiten uns die bunten Heftchen nun schon mit allerlei Spiel, Spaß, Stars und Intimitäten. Die Aufklärung und Erklärung aller Teenagerbelange, wie die erste Liebe, der erste Kuss, körperliche Veränderungen und vieles mehr, erfolgt längst nicht mehr durch die Eltern (wenn es denn jemals so war...), sondern in Diskussionen auf dem Schulhof über die neuste Ausgabe des favorisierten Magazins mit z.T. sehr nackten Tatsachen.
Von Vorbildern und dem Einheitslook
Doch selbstverständlich sind Jugendmagazine nicht lediglich Aufklärungshilfen und Abnehmer ungeliebter elterlicher Pflichten - man denke an an das Thema Geschlechtsverkehr und Verhüttung - viel mehr geht es auch um Klatsch und Tratsch aus der Promiwelt. Denn dies trägt ebenso zur Entfaltung der Persönlichkeit sowie Individualität bei, auch wenn es auf den ersten zigtausend Blicken nicht so erscheint und wir Horden von Teeny-Boys und -Girls im Einheitslook à la Miley Cyrus und Justin Bieber sehen.
Die nächste Stufe
Während dieser zelebrierte Non-Individualismus tendenziell eher ein Phänomen der unter 16-jährigen Jugendlichen ist, tritt mit steigendem Alter der Wunsch nach Abgrenzung und der Suche nach sich selbst immer stärker in den Vordergrund. Damit beginnt die schwierigste Zeit im Leben eines Heranwachsenden, was auch für die Eltern kein Zuckerschlecken ist. Fans, Trends, das soziale Umfeld, die Eltern sowie das Ich werden intensiv hinterfragt und als wäre das nicht schon genug, legt sich scheinbar noch die Last der ganzen Welt auf die eigenen Schultern.
Einsatz Jugendmagazin
Vor diesem Hintergrund kommt es wieder verstärkt auf die Beratungsfunktion der Jugendmagazine an, sei es in Form von beispielsweise dem allseits beliebten Persönlichkeitstest zur Reflexion und vor allem Ablenkung, Erfahrungsberichten Gleichaltriger oder durch das Dr. Sommer-Team. Werden die guten alten Jugendmagazine dann irgendwann kritisch hinterfragt und sogar beiseite gelegt, ist die Mission erfüllt.